Viele Endkunden haben ein Filialkonzept, und möchten natürlich auch in „Kleinstfilialen“ ein Wireless LAN nutzen. Überall dort einen Controller einzusetzen, ist sicher für den Account Manager eine tolle Sache. Aber das geht auch anders, nur wie?

Das Zauberwort hierzu nennt sich „FlexConnect“. Vielleicht haben Sie das schon oft gehört, aber noch nie so richtig technisch verstanden. Von daher möchten wir Ihnen hier einmal erklären, was das ist und wie es funktioniert.

Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, ein Cisco Wireless LAN aufzubauen:

  • Public Cloud (Meraki)
  • Private Cloud (FlexConnect)
  • Central Switching
  • Converged Access
  • Access Points mit IOS

 

Schauen wir uns hier einmal an, wie FlexConnect funktioniert.

In einem controllergestützten WLAN, wird der Datenverkehr vom Access Point zum Controller getunnelt. Das bedeutet, die Daten werden zum Controller transportiert, dort verarbeitet und wieder zum gleichen Access Point zurückgeschickt, wenn das Ziel zum Beispiel ein lokaler Server oder Drucker ist. Falls die Daten also in der Außenstelle bleiben sollen, um auf lokale Ressourcen zuzugreifen, ist FlexConnect die richtige Technik. Außerdem werden dadurch die Ethernet Interfaces des zentralen Controllers (WLC) entlastet, da die Daten bereits am Access Point (in der Außenstelle), in das lokale Ethernet geswitcht werden. Siehe Skizze: „Local Traffic“ (blauer Pfeil). Der Wireless LAN Datenverkehr ins Internet, läuft dabei über den lokalen Router, siehe Skizze: „Remote Office“ (grüner Pfeil).

Bild
 

 

Die Verwaltung der Remote Office Access Points, erfolgt über die GUI des Controllers, oder optional über Prime Infrastructure, wodurch zusätzlich Möglichkeiten entstehen. Unter anderem das Einpflegen von Gebäudeplänen, Lokalisierung von WLAN-Clients oder nicht zur eigenen Infrastruktur gehörenden Access Points, sowie Störern (z.B. Mikrowellen, Kameras).

Durch den Einsatz von FlexConnect, vereinfacht sich auch der Betrieb, da weniger Controller für die Implementierung nötig sind. Das Managen dieser Access Points, erfolgt dabei über einen „Single Point of Control“, egal ob sich die Access Points in verschiedenen Ländern, Gebäuden oder Außenstellen befinden. Einsatzgebiete sind z.B. im Einzelhandel, Drogeriemärkten, Vertriebsbüros, kleineren Außenstellen und verteilten Offices. Bei einem Ausfall des WAN (Wide Area Network) kann ein FlexConnect User störungsfrei weiterarbeiten, es sei denn, er muss sich an einem RADIUS-Server anmelden. Zu beachten ist, dass im FlexConnect Mode nicht alle Funktionen unterstützt werden: Kein Layer 3 Roaming, keine Apple Bonjour Services, IPV6 mit Einschränkungen, etc. In jedem neuen Release kommen jedoch zusätzliche Funktionen hinzu und erweitern somit das FlexConnect-Spektrum.

 

Welche Controller unterstützt FlexConnect und worauf müssen Sie achten?

Es gibt drei Controller-Familien:

  1. 2504, 5508, WiSM-2, 8510 (zentrales und FlexConnect Switching). Seit Neustem kommen sind zudem zwei neue Controller 5520 und 8540 hinzugekommen.
  2. vWLC und 7510 sind speziell für den FlexConnect-Einsatz konzipiert (zentrales Switching nur für den Gast-Verkehr). Mit einem 7510 können bis zu 6000 APs verwaltet werden.
  3. Der 5760 als zentraler Controller, er unterstützt kein FlexConnect!

Je nach Kundenanforderungen kommen unterschiedliche Lösungen in Frage. Alle derzeit gängigen Access Points, sowie legacy APs (1130 und 1240 mit eingeschränktem Funktionsumfang) werden unterstützt.

Mit freundlicher Unterstützung von Cisco Systems GmbH
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